LEISTUNGEN

Digitale Beweise.
Strukturierte technische Prüfung.

Sechs Untersuchungsmodule für digitale Beweise: Erstprüfung, Rekonstruktion, Aktenanalyse, Metadaten, Kanzlei-Zuarbeit und Incident Analysis.

01 · R&A FORENSIC AUDIT

Technische Erstprüfung

Digitale Beweismittel sichten, Quellenumfang und Integritätsangaben erfassen sowie technische Auffälligkeiten und priorisierte Prüffragen benennen.

Mögliche Arbeitsergebnisse

Erstbefund, Quelleninventar und priorisierte Untersuchungsempfehlung.

Aussagegrenzen

Die Erstprüfung gilt für den vereinbarten Umfang; fehlende Originale werden ausdrücklich benannt.

02 · R&A EVIDENCE RECONSTRUCTION

Digitale Ereignisse rekonstruieren

Dokumentierte Ereignisse, Logdaten und Dateistände zu einer nachvollziehbaren Chronologie verbinden und abweichende Angaben mit unabhängigen Quellen abgleichen.

Mögliche Arbeitsergebnisse

Ereignis- und Beweischronologie mit Fundstellen, Quellenabhängigkeiten und offenen Zeitfenstern.

Aussagegrenzen

Zeitliche Nähe allein belegt keine Kausalität. Unbekannte Zeitzonen und Systemuhrabweichungen begrenzen die Zuordnung.

03 · R&A DOCUMENT INTELLIGENCE

Komplexe Akten erschließen

Umfangreiche Dokumentenbestände strukturieren, Versionen vergleichen, Aussagen ihren Fundstellen zuordnen und dokumentierte Widersprüche sichtbar machen.

Mögliche Arbeitsergebnisse

Dokumentenindex, Versionsvergleich, Quellen- und Widerspruchsmatrix.

Aussagegrenzen

Eine fehlende Fundstelle ist kein Nachweis, dass ein Ereignis nicht stattgefunden hat. Unlesbare oder fehlende Dokumente werden ausgewiesen.

04 · R&A METADATA FORENSICS

Metadaten und Zeitstempel prüfen

Datei- und Exportmetadaten mit ihrem Entstehungskontext untersuchen; Zeitangaben, Formate und technische Herkunftshinweise kreuzvalidieren.

Mögliche Arbeitsergebnisse

Metadatenmatrix, Zeitstempelvergleich und dokumentierte Herkunfts- und Integritätsfragen.

Aussagegrenzen

Kopieren, Synchronisieren und Exportieren können Metadaten verändern. Ein Metadatenwiderspruch allein belegt keine Manipulation.

05 · R&A LEGAL EVIDENCE SUPPORT

Technische Ergebnisse für Kanzleien

Digitale Sachverhalte und technische Beweisfragen für anwaltliche Prüfungen aufbereiten; Befund, Interpretation und offene Hypothese getrennt dokumentieren.

Mögliche Arbeitsergebnisse

Technischer Prüfbericht, belegte Sachverhaltsübersicht und Fragenkatalog zur anwaltlichen Prüfung.

Aussagegrenzen

Juristische Würdigung, Rechtsberatung und Vertretung verbleiben bei den hierfür beruflich befugten Personen.

06 · R&A INCIDENT ANALYSIS

Dokumentierte IT-Vorfälle untersuchen

Vorhandene Systemartefakte, Logs und Konfigurationsstände zu einem beschriebenen Sicherheitsvorfall untersuchen; gesicherte Beobachtungen und alternative Erklärungen abgleichen.

Mögliche Arbeitsergebnisse

Artefaktübersicht, technischer Ereignisverlauf und priorisierter weiterer Prüfbedarf.

Aussagegrenzen

Eine Auffälligkeit beweist für sich keinen Angriff oder bestimmten Urheber. Aussagekraft und Untersuchungsumfang hängen von der verfügbaren Quellenlage ab.

Technische Schwerpunkte

MOBILE / CLOUD

iOS, macOS und CKKS

Sysdiagnose, Systemlogs, Berechtigungs- und Synchronisationsartefakte mit Geräte- und Versionskontext.

DATENBANKEN

SQLite, WAL und SHM

Schemas, Frames, Datensätze und Exportstände vergleichen; Teilrekonstruktionen nachvollziehbar dokumentieren.

FIRMWARE

IPSW und Kernelcache

Container, Metadaten, Komponentenlisten, Prelink-Einträge und statische Suchbefunde aufbereiten.

DIGITAL FORENSIC CASE INTELLIGENCE

Von der digitalen Spur zum prüfbaren Befund.

Komplexe Akten werden durch nachvollziehbare Prüfschritte erschlossen: Ereignisketten rekonstruieren, Metadaten auswerten, widersprüchliche Unterlagen abgleichen und digitale Artefakte ihrem Quellenkontext zuordnen.

  1. SicherungHerkunft, Umfang und Ausgangszustand des Untersuchungsmaterials dokumentieren; Originale und Arbeitskopien unterscheiden.
  2. AnalyseDateien, Metadaten, Protokolle und digitale Ereignisse mit dokumentierten Verfahren untersuchen.
  3. KreuzvalidierungUnabhängige Quellen zu Zeitangaben, Ereignissen und technischen Zusammenhängen abgleichen. Übernommene Angaben sind keine unabhängige Bestätigung.
  4. RekonstruktionEine Ereignis- und Beweischronologie mit Fundstellen, Zeitzonen, Versionsständen und erkennbaren Lücken erstellen.
  5. BewertungBestätigte Befunde, technische Indizien, Interpretationen und nicht verifizierte Hypothesen ausdrücklich unterscheiden.
  6. BerichterstattungErgebnisse mit Quellenangaben, Prüfmethoden, Reproduktionshinweisen und Aussagegrenzen übergeben.

R&A EVIDENCE TRACEABILITY STANDARD

Jede Feststellung braucht einen überprüfbaren Bezug.

Unser Dokumentationsschema verbindet jede wesentliche Feststellung nach Möglichkeit mit fünf Elementen. Fehlende Nachweise oder nicht ausführbare Prüfschritte werden als Lücke ausgewiesen. Der Standard ist eine eigene Arbeitsmethodik, keine externe Zertifizierung.

Fünf Elemente für nachvollziehbare technische Feststellungen
ElementDokumentation im Bericht
01 · Ursprungsquelle und FundstelleQuellenkennung, Herkunft, Dateistand sowie Seite, Zeile, Datensatz oder Logposition.
02 · Artefakt oder DokumentEindeutig bezeichnetes Untersuchungsobjekt mit Format, Umfang und gegebenenfalls SHA-256-Prüfsumme.
03 · UntersuchungsmethodeWerkzeug und Version, Parameter, Zeitzone sowie relevante Verarbeitungsschritte.
04 · Reproduzierbares PrüfergebnisBeobachtung und Ergebnisdaten mit nachvollziehbaren Reproduktionsschritten; nicht wiederholbare Teile gesondert kennzeichnen.
05 · Bewertung und UnsicherheitenTragweite, alternative Erklärungen, fehlende Primärdaten und konkreter weiterer Prüfbedarf.

BEFUND

Was beobachtet wurde

Ein direkt feststellbares Merkmal der untersuchten Quelle, etwa eine Bytefolge, ein Datensatzwert oder eine Versionsabweichung.

INTERPRETATION

Wie es eingeordnet wird

Eine begründete technische Deutung mit Voraussetzungen und alternativen Erklärungen.

OFFENE HYPOTHESE

Was noch zu prüfen ist

Eine mögliche Erklärung, für die zusätzliche Quellen oder reproduzierbare Prüfungen benötigt werden.

Eine Prüfsumme dokumentiert eine bestimmte Bytefolge. Sie belegt allein weder die ursprüngliche Herkunft noch die Wahrheit eines Inhalts. Das Dokumentationsschema ersetzt keine vollständige Beweismittelkette und nimmt keine gerichtliche Entscheidung über die Verwertbarkeit vorweg.

PROJEKTBEZOGENE BEAUFTRAGUNG

Ein Prüfauftrag. Ein klarer Leistungsumfang.

Technische Erstprüfung, vertiefte Untersuchung oder technischer Prüfbericht: Umfang, Arbeitsprodukt, Zeitplanung und Vergütung werden vor Beginn schriftlich vereinbart. Das Angebot richtet sich nach Datenmenge, Formaten, Quellenlage und Untersuchungstiefe.

Für zeitkritische Anliegen steht ergänzend die vereinbarte 48H-Ersttriage zur Verfügung.